Franz Grillparzer

Franz Grillparzer wurde 1791 in Wien geboren. Er gehört zu den überragenden Dramatikern deutscher Sprache im 19. Jahrhundert und wird in Österreich wegen, auch aufgrund seiner Lyrik, Prosa und seines Tagebuchs, zu den Großen der Literatur gezählt.

Nach dem Studium der Staats- und Rechtswissenschaften folgte der Eintritt in den österreichischen Staatsdienst und bald wurde er Theaterdirektor des Burgtheaters.

Grillparzers Leben war arm an persönlichen Bindungen und er wurde zunehmend hypochondrisch, beobachtete sich endlos selbst und war kein angenehmer Zeitgenosse. Er hatte ein hektisches Verhältnis zur Gesellschaft und er reagierte auf Kritik äußerst empfindlich.

Die späten Zeichen äußerer Ehrung, z. B. Ehrenbürger der Stadt Wien, konnten ihn nicht versöhnen.

Begründet hatten seinen Ruhm die Tragödien und Dramen, die überwiegend in seinen schöpferischen Jahrzehnten 1810 bis 1830 geschrieben und bis zu seinem Abschied von der Bühne aufgeführt wurden:

Trauerspiele:

“Die Ahnfrau”
“Sappho”
“Das goldene Vlies” (Trilogie)
“König Ottokars Glück und Ende”
“Ein Bruderzwist in Habsburg”

Märchendrama:

“Der Traum, ein Leben”

Lustspiel:

“Weh dem der lügt”

Novelle:

“Der arme Spielmann”