Förderkonzept

Grundlage: Rundschreiben Nr. 11/2005 Besser Fördern

Schülerinnen und Schüler individuell fördern und fordern

Dieses Konzept wurde gemeinsam in einer Konferenz entwickelt und wird laufend evaluiert.

 

Es umfasst verschiedene Teilbereiche:

1. Expliziter Förderunterricht

5 Förderstunden, die zusätzlich zum Unterricht stattfinden und zwar in flexiblen Kleingruppen

 (4 – 6 Kinder).

Dieser Förderunterricht geht vom einzelnen Kind aus und basiert auf einer individuellen Lernstands- und Förderdiagnostik.

Die Durchführung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit den Erziehungsberechtigten - Förderkonzept.

Sie sollen den Hintergrund verstehen und die Arbeit unterstützen.

Zielgruppe dieses Förderunterrichts sind Kinder mit Defiziten verschiedenster Art.

Er dient zur

  • Prävention von Schulversagen
  • Zum Nachholen vorübergehender Lerndefizite (bei Krankheit oder Schulwechsel)

Er bietet Zeit

  • auf nicht gefestigte Lernschritte zurückzugehen
  • für Lernprogramme am PC mit altersadäquater Lernsoftware
  • für Lernspiele und Konzentrationsübungen
  • für vielfältiges Üben der Lernwörter und Aufbauen eines gesicherten Grundwortschatzes
  • für lustbetontes Üben der Grundrechnungsarten und des 1×1 (auch am PC)
  • für die Verbesserung der Leseleistung

In diesen kleinen Gruppen erfahren die Kinder, wie sie lernen oder wiederholen sollen, auch Lernstrategien können verbessert werden.

 

2. Förderung im Klassenverband

durch Differenzierung und Individualisierung des Unterrichts

  • In 2 Klassen gibt es eine besonders große Streuung. Hier werden unterschiedliche Bücher in D und M verwendet. In speziellen Übungsstunden gibt es dann in diesen Klassen 2 oder 3 Gruppen. Auch in den Lesestunden wird stark differenziert (Leseraum).
  • Offene Lernformen, Stationenbetrieb und Tagesplanarbeit bieten dem Lehrer auch mehr Zeit zum Fördern.

 

3. Sprachliche Förderung

  • Schulversuch: Intensive Learning English mit Native Speaker ab der 1. Schulstufe
  • Deutsch für Kinder mit nichtdeutscher Muttersprache:
    Hörverstehen und Sprechen stehen im Zentrum der Sprachförderung.
  • Muttersprachlicher Unterricht in BKS, Türkisch und Arabisch
  • 6 Stunden Sprachheilunterricht für besonders schwere Fälle

 

4. Spezielle Leseförderung

Assistenzstunden, die dafür genützt werden (sofern die Assistenzlehrerin nicht zum Supplieren gebraucht wird)

  • Leseprogramme am PC
  • Angebote des Buchklubs 
  • Individuelles Lesen im Leseraum

 

5. Arbeiten an einem Projekt

z. B. erstellt eine Klasse in diesem Schuljahr eine Schülerzeitung (jedes Kind kann sich seinen Fähigkeiten und Begabungen gemäß einbringen). Schlüsselqualifikationen wie Teamfähigkeit, Zeitmanagement etc. können so erworben werden.

 

6. Minimale Förderung im kreativen und sportlichen Bereich

  • 1 Stunde Ballspiele (hatten wir bisher, wir hoffen, dass wir diese Turnstunde auch im kommenden Schuljahr wieder anbieten können
  • 2 Stunden Chorgesang – in Kooperation mit der Musikschule der Stadt St. Pölten
  • Kinder gesund bewegen – Projekt mit der Sportunion – besondere Bewegungseinheiten für alle Schülerinnen und Schüler

 

7. Sommerakademie

Für sehr begabte Schüler (seit einigen Jahren nimmt unsere Schule daran teil).

 

8. Soziales Lernen

inhomogene Gruppen – leistungsstarke Kinder helfen schwächeren (das altbewährte Helfersystem).

Dieses Förderkonzept wird in pädagogischen Konferenzen laufend reflektiert, evaluiert und verbessert.

Im Schulforum wurde es präsentiert.

Was sich die Lehrerinnen und die Leiterin der Grillparzer VS I wünschen:

Nur durch die Senkung der Klassenschülerzahl ist eine noch bessere und effektivere Förderung der schwächeren und eine Forderung der leistungsstarken Kinder möglich.

Ergotherapeuten, Schulpsychologen oder/und Psychotherapeuten sollen für die Schule zuständig und sofort greifbar sein, und zwar ohne viel Bürokratie, um Probleme rasch in den Griff zu bekommen.